Was kann der Panda denn dafür,…

Der Gro­ße Pan­da – hier der „Kol­le­ge“ aus dem Wie­ner Zoo (2006) – kann wirk­lich nichts dafür…

…dass es den WWF gibt? – Die Kam­pa­gne der so genann­ten Umwelt­stif­tung gegen den Jour­na­lis­ten Wil­fried Huis­mann hat nun sogar die „tages­schau“ erreicht.

Update 8. Juni 2012: Das Güters­lo­her Ver­lags­haus hat sich heu­te als Reak­ti­on auf den anhal­ten­den Druck sei­tens des WWF mit einer Pres­se­mit­tei­lung an die Öffent­lich­keit gewandt. Der voll­stän­di­ge Text kann hier nach­ge­le­sen wer­den.

4. Juni: In einem aktu­el­len Bei­trag berich­tet das aner­kann­te ARD-Nachrichtenmagazin heu­te über den Feld­zug des WWF gegen Huis­mann, gegen sein Ent­hül­lungs­buch „Schwarz­buch WWF – Dunk­le Geschäf­te im Zei­chen des Pan­da“ (Güters­lo­her Ver­lags­haus) und vor allem über die Kam­pa­gne einer vom WWF beauf­trag­ten Anwalts­kanz­lei gegen den Ver­lag, gegen Buch­händ­ler und Gros­sis­ten.

Klar: Aus Sicht des WWF mögen Huis­manns Ent­hül­lun­gen – zunächst in dem WDR-Fernsehfilm „Der Pakt mit dem Pan­da“, nun in dem aktu­el­len Buch – als eine Kam­pa­gne gel­ten. Aber das ent­schul­digt längst nicht alles. Ohne hier und jetzt schon auf die Inhal­te des „Schwarz­buch WWF“ ein­zu­ge­hen – damit wer­den wir uns (unter ande­rem) in unse­rer nächs­ten Aus­ga­be aus­ein­an­der­set­zen! –, sei an die­ser Stel­le fest­ge­stellt:

Es ist – einer­seits – unstrei­tig das Recht nicht nur einer Orga­ni­sa­ti­on wie WWF, son­dern jeder natür­li­chen oder juris­ti­schen Per­son, expli­zit gegen sich gerich­te­te Ver­öf­fent­li­chun­gen gericht­lich über­prü­fen zu las­sen. Die ent­spre­chen­de Ver­hand­lung vor dem Land­ge­richt Köln fin­det am 15. Juni 2012 statt.

Es ist – ande­rer­seits – nichts weni­ger als skan­da­lös, wenn vor einer sol­chen gericht­li­chen Ent­schei­dung über eine bean­trag­te Einst­wei­li­ge Ver­fü­gung Kauf­leu­te mit Regress­dro­hun­gen ver­an­lasst wer­den, die in der vor­lie­gen­den Form noch nicht recht­lich bean­stan­de­te oder gar ver­bo­te­ne Ware anzu­bie­ten oder zu ver­brei­ten bezie­hungs­wei­se aus dem Sor­ti­ment zu neh­men.

Das ist die Vor­stu­fe von Zen­sur – wenn nicht Schlim­me­res.

Pfui, WWF!

(GFDL) Foto: Jcwf from nl / Wiki­pe­dia

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WATERKANT-Redaktion

1 Response to Was kann der Panda denn dafür,…

  1. nnording sagt:

    So neu ist die Kri­tik am WWF ja nicht.

    Bereits 2008 zeig­te die Stu­die „Agro­en­er­gie in Latein­ame­ri­ka“, erstellt von Brot-für-die Welt und dem Forschungs- und Doku­men­ta­ti­ons­zen­trum Chile-Lateinamerika e.V., die enge Inter­es­sens­ver­bin­dung zwi­schen WWF und der Agro­in­dus­trie auf. Dage­gen ging der WWF mei­nes Wis­sens nicht vor.

    Der Film von Huis­mann hat­te schon vor einem Jahr Furo­re gemacht. Nach einer Kla­ge des WWF muss­te der WDR für Wie­der­ho­lun­gen drei Argu­men­te aus dem Film her­aus­neh­men. Die Süd­deut­sche Zei­tung konn­te dage­gen über die ent­schei­den­den Kri­tik­punk­te unan­ge­foch­ten berich­ten.

    Nicht zu ver­ges­sen: Der WWF wur­de einst von Mit­glie­dern des euro­päi­schen Hoch­adels gegrün­det. Prinz Bern­hard der Nie­der­lan­de, SS-Mitglied und Freund des Dik­ta­tors Juan Péron, war der Grün­dungs­prä­si­dent. Der WWF dien­te ihm offen­bar auch als Deck­man­tel zur Ver­schleie­rung von Zah­lun­gen an Söld­ner, die Anschlä­ge auf den süd­afri­ka­ni­schen ANC ver­üben soll­ten („Pro­jekt Schloss“). So steht das unan­ge­foch­ten und vom WWF nicht bean­stan­det im Netz.

    Wen es inter­es­siert: Der Medi­en­an­walt Mar­kus Kom­pa hat vie­le der Vor­wür­fe gegen den WWF umfang­reich juris­tisch auf­ge­drö­selt (Hier….

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