Bank verschenkt halbe Milliarde

547 Mil­lio­nen Euro hat die noch staats­ei­ge­ne, kri­sen­ge­schüt­tel­te HSH Nord­bank einem Ham­bur­ger Ree­der an Schul­den erlas­sen – per Ver­zicht auf eine Kre­dit­rück­zah­lung in der genann­ten Höhe.   

Bernd Kor­tüm ist Immo­bi­li­en­un­ter­neh­mer und Geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter der „Nord­deut­schen Ree­de­rei H. Schuldt“, eines fast 150 Jah­re alten Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­mens, das aktu­ell 52 Con­tai­ner­schif­fe zwi­schen 1220 und 8800 TEU Kapa­zi­tät sowie zwei Mas­sen­gut­schif­fe unter ver­schie­de­nen Bil­lig­flag­gen betreibt. Kor­tüm hat­te zuvor, bis Ende Juni 2015, elf Jah­re lang der Bei­rat der HSH Nord­bank ange­hört, deren Haupt­eig­ner die Bun­des­län­der Ham­burg und Schleswig-Holstein sind. Der Schul­den­er­lass geht also zulas­ten der Steu­er­zah­ler bei­der Län­der. Bis Febru­ar 2018 muss die HSH Nord­bank bekannt­lich laut Vor­ga­be der EU-Kommission ver­kauft oder abge­wi­ckelt wer­den.

Nach dem Schul­den­er­lass“, mel­de­ten die „Kie­ler Nach­rich­ten“ übri­gens, „kauf­te sich … Bernd Kor­tüm eine meh­re­re Mil­lio­nen Euro teu­re Jacht“ – bestritt aber
jeden Zusam­men­hang mit dem ful­mi­nan­ten HSH-Geschenk…

Quel­le: „Kie­ler Nach­rich­ten“, div. Aus­ga­ben 3.-9. Novem­ber 2016

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WATERKANT-Redaktion