Heft 1 / 2015

1-2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Editorial: Sonnenfinsternis & Netzwerke

düt un dat vunne Waterkant — unter anderem: 9. NMK, MaWiDok, EU-MSRL, Werra&Weser, Alfred Ehrhardt, Elbfähre klagt.

Christoph Spehr
Griechenland und der „Europäische Tag der Meere“ 2015
Docker, Zocker und Titanen

Zu unserem Titelbild: Während der Biennale 2011 in Venedig ging der russische Milliardär Roman Abramowitsch mit seiner Luxusjacht »Luna« vor der Ausstellung in den Guardini vor Anker. Zwei Jahre später beschwor der britische Künstler Jeremy Deller in seinem Wandgemälde „We sit starving amidst our gold…“ im Britischen Pavillon der Biennale von 2013 den britischen Frühsozialisten William Morris herauf, wie er aus den Fluten aufsteigt und Abramowitschs Jacht zurück ins Meer wirft. Das archaische Bild vom Aufstand des Sozialreformers gegen das Symbol der Superreichen spielt auch im politischen Unterbewusstsein des heutigen Griechenlands eine zentrale Rolle. Der Kampf der Syriza gegen die Macht der Reeder-Oligarchie wirkt bis in die Vorbereitung des EMD hinein. – Wir danken Jeremy Deller, der uns eine Aufnahme seines Gemäldes gratis zur Verfügung gestellt hat.

Kai Kaschinski
Die Werbetrommel für die Jagd nach mineralischen Ressourcen der Tiefsee wird gerührt
Meeresbergbau – unnötig, teuer und riskant

Francisco J. Mari
FAO beschließt „Freiwillige Leitlinien“ zur Zukunft der handwerklichen Kleinfischerei
Zwischen Ernährungssicherheit und Tourismuskulisse

Fabian Ritter
Umweltverbände reichen Klage ein wegen fehlender Maßnahmen in FFH-Gebieten
Meeresschutz vor Gericht

Rezension: Klaus Werner-Lobo und Hans Weiss — „Schwarzbuch Markenfirmen“

Axel Goldau
Kegelrobben kehren in die Deutsche Bucht zurück
Graue Riesen auf der Helgoländer Düne

Thomas Schumacher
Die Emssanierung gerinnt zum millionenschweren Fischen in trübem Wasser
„Der Masterplan ist ein Desasterplan“

Axel Godenrath
Neues Planfeststellungsverfahren zur CTH-Westerweiterung im Hamburger Hafen
„Goldrausch“ auf Kosten der Steuerzahler

Susanne Bareiss-Gülzow
Gülle, Gärreste, Agrar- und Biogasindustrie gefährden Grundwasser, Flüsse und Meere
Deutschlands Stickstoff-Politik stinkt

Ohne die EU-Nitratrichtlinie böte Deutschland den Betreibern von Massentierhaltungen und Biogasanlagen unbegrenzte Möglichkeiten. Nur hat die Politik es viel zu lange unterlassen, klare Umsetzungsregeln zu definieren, zudem fehlen Kontrollen und Sanktionen. Der Eintrag reaktiver Stickstoffverbindungen in die Umwelt stellt so eines der großen ungelösten ökologischen Probleme dar.

Markus Salomon
Stickstoff – ein ungelöstes und doch zu wenig beachtetes Umweltproblem
Eine integrierte Strategie kann Abhilfe schaffen

Susanne Grube
A‑20‑Planung: Kompensation für Naturzerstörung zerstört Natur
Absurde Ausgleichsmaßnahmen

Rezension: Mojib Latif — „Das Ende der Ozeane“