2016 / 03 – „Die Seeleute nicht vergessen!“

Pressemitteilung

Die See­leu­te nicht ver­ges­sen – Fai­rer Trans­port hört nicht an den Küs­ten auf!“
Euro­päi­scher Appell gegen Sozi­al­dum­ping im Trans­port­ge­wer­be
blen­det Schiff­fahrt zu Unrecht aus

Sand­stedt / Ems­det­ten / Bre­men, den 28. Sep­tem­ber 2016

Der Appell acht euro­päi­scher Staa­ten an die EU-Kommission, vehe­ment gegen Sozi­al­dum­ping im Trans­port­ge­wer­be vor­zu­ge­hen, ist ehren­wert – aber lei­der völ­lig unzu­rei­chend. Die Beschrän­kung des Appells auf den Stra­ßen­trans­port und die mise­ra­ble Situa­ti­on vie­ler Lkw-Fahrer blen­det das Schick­sal zig­tau­sen­der See­leu­te völ­lig aus.“ Mit die­sen Wor­ten haben der För­der­kreis WATERKANT und das Pro­jekt „Fair Oce­ans“ den gemein­sa­men Brief Deutsch­lands, Frank­reichs, Öster­reichs, Ita­li­ens, Bel­gi­ens, Däne­marks, Luxem­burgs sowie Nor­we­gens an die Brüs­se­ler Kom­mis­si­on kom­men­tiert.

Die bei­den mari­ti­men Initia­ti­ven wei­sen nach­drück­lich dar­auf hin, dass unter ande­rem Deutsch­land zu den Schiff­fahrts­na­tio­nen gehört, die ganz über­wie­gen­de Tei­le ihrer Han­dels­flot­te unge­bro­chen unter so genann­ten „Bil­lig­flag­gen“ betrei­ben: Schif­fe, die oft weder moder­nen tech­ni­schen noch öko­lo­gi­schen Stan­dards genü­gen und deren Besat­zun­gen häu­fig kei­ne gesi­cher­ten sozia­len und huma­ni­tä­ren Rech­te haben. Gleich­zei­tig kas­sie­ren die Ree­der, die sol­che Schif­fe betrei­ben, und die Anle­ger, die dafür ihr Geld bereit­stel­len, die also von den oft halt­lo­sen Zustän­den an Bord sol­cher Schif­fe pro­fi­tie­ren, Mil­li­ar­den Euro staat­li­cher Sub­ven­tio­nen und wer­den so moti­viert, an die­sen unge­rech­ten Ver­hält­nis­sen fest­zu­hal­ten.

WATERKANT und „Fair Oce­ans“ appel­lie­ren, die­se Zustän­de nicht nur anzu­pran­gern, son­dern umge­hend zu ver­än­dern – natio­nal, euro­pä­isch, inter­na­tio­nal. Die­ser Appell der bei­den Initia­ti­ven rich­tet sich nach­drück­lich auch an jene zivil­ge­sell­schaft­li­chen Kräf­te und Initia­ti­ven, die in der wach­sen­den fair-trade-Bewegung enga­giert sind: Denn auch die „fair“ pro­du­zier­ten und gehan­del­ten Pro­duk­te von Kaf­fee und Bana­ne bis Tex­ti­li­en oder Blu­men legen die wei­ten Stre­cken über See über­wie­gend auf völ­lig unfai­re Wei­se zurück.

Fair bis aufs Meer“: Unter die­sem Mot­to rufen WATERKANT und „fair oce­ans“ auf, sich das Schick­sal zig­tau­sen­der See­leu­te zu ver­ge­gen­wär­ti­gen – und es ver­bes­sern zu hel­fen.

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