Der Eutiner Nachrichtendienst "Auslandsfunkreport" meldete am 21. Juni 2003:
Britische Regierung will Sellafield-Atommüll stoppen
Oslo. Nach jahrelangen internationalen Protesten will die britische Regierung offenbar die Ableitung strahlender Abfälle aus der Aufbereitungsanlage Sellafield ins Meer stoppen. Das meldet die norwegische „Aftenposten“ am Samstag via Internet. Die Betreibergesellschaft British Nuclear Fuel Ltd. sei gebeten worden, diese Entsorgungsform einzustellen, schrieb die Londoner Umweltministerin Beckett an ihren norwegischen Amtskollegen Brende. Für zunächst neun Monate werde die Lagerung an Land vorgeschrieben. Sellafield ist die Quelle von strahlendem Technetium 99, das in weiten Teilen der nordostatlantischen Region nachzuweisen ist, von den Ostseezugängen über Skandinaviens Westküste bis nach Spitzbergen und Grönland.
...der "Aftenposten"-Online-Ausgabe vom 21. Juni 2003
Und noch einmal der "Auslandsfunkreport":
Einleitungs-Stop für Sellafield-Atommüll gilt als Durchbruch
Oslo. Als sensationelle Wende sieht Norwegens Umweltminister Børge Brende den Entschluss der britischen Regierung, die Ableitung strahlender Abfälle aus der Aufbereitungsanlage Sellafield ins Meer zu stoppen. Norwegen ist mit seiner enormen Küstenlänge besonders stark durch die Technetium-Belastung betroffen und fürchtet Schäden für seine umfangreiche Fischwirtschaft. Oslo hatte deshalb seit Jahren gegen die schwemmende Entsorgung protestiert; noch im Mai verhandelte Brende ohne zunächst erkennbaren Erfolg in London. Die Abfälle sollen nun versuchsweise einbetoniert an Land gelagert werden, wie von der norwegischen Umweltstiftung Bellona vorgeschlagen (NRK / Aftenposten Internet).
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